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Archive für August 2011
Die falschen Propheten
24.8.2011 von Cleide Ferreira.
Aus dem Buch “Das Evangelium im Lichte des Spiritismus”
KAPITEL XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen
Wenn jemand euch sagt: „Christus ist hier!“ geht nicht dorthin, sondern seid wachsam, denn die falschen Propheten werden zahlreich sein. Seht ihr nicht die Blätter des Feigenbaumes, der begonnen hat, gelb zu werden; seht ihr nicht seine zahlreichen Knospen, die auf die Blütezeit warten; hat Christus euch nicht gesagt: „Man erkennt einen Baum an seinen Früchten?“ Wenn die Früchte bitter sind, erkennt ihr, dass der Baum schlecht ist, aber wenn sie süß und gesund sind, sagt ihr: Nichts Reines kann aus einem schlechten Stamm herauskommen.
Und so, meine Geschwister, sollt ihr urteilen. Die Werke sollt ihr untersuchen. Wenn die Menschen, die von sich behaupten mit der
göttlichen Macht erfüllt zu sein, von allen Kennzeichen der christlichen Mission begleitet sind, dann besitzen sie im höchsten Maße die christlichen und ewigen Eigenschaften: die Nächstenliebe, die Liebe, die Nachsicht und die Güte, die alle Herzen versöhnen. Wenn sie nicht nur mit Worten, sondern mit Taten handeln, dann könnt ihr sagen: Diese sind wirklich die Gottesboten.
Aber hütet euch vor heuchlerischen Worten, hütet euch vor den Schriftgelehrten und Pharisäern, die auf öffentlichen Plätzen beten. Hütet euch vor denen, die sagen, sie seien die Einzigen, welche die Wahrheit besitzen!
Nein, der Messias ist nicht unter denen. Diejenigen, die er sendet, um seine Lehre zu verkünden und sein Volk zu erhellen, sind nach dem Beispiel des Meisters von Herzen sanftmütig und demütig. Vor allen sind sie es, die durch Beispiele und Ermahnungen die Menschheit retten sollen, die in das Verderben läuft und ungerade Wege geht. Und insbesondere sind sie bescheiden und demütig. Vor jedem, der auch nur einen Keim von Hochmut zeigt, solltet ihr wie vor einer sich ausbreitenden Lepra fliehen, die jeden ansteckt. Erinnert euch, dass alle Menschen in ihrem Angesicht, aber besonders in ihren Taten, den Ausdruck ihrer Größe oder ihrer Verderbnis tragen.
Daher geht, meine geliebten Kinder, geht ohne Zögern, ohne Vorurteile auf dem gesegneten Weg, den ihr eingeschlagen habt. Geht, geht weiter ohne Furcht und entfernt mutig alles, was euch den Weg zu diesem ewigen Ziel verhindern kann. Ihr Reisende, wenn ihr eure Herzen für diese sanfte Lehre öffnet, die euch die ewigen Gesetze verkünden und alle Sehnsüchte euerer Seelen in Bezug auf das Unbekannte befriedigen wird, werdet ihr eine umso kürzere Zeit in der Dunkelheit und in dem Schmerz der Prüfung
verweilen. Von diesem Zeitpunkt an könnt ihr diesen flüchtigen Luftgeistern schon eine Gestalt geben, die ihr in eueren Träumen vorüberziehen seht und die eure Seele entzückten, aber eueren Herzen nichts vermittelt haben. Und nun, meine geliebten Kinder, ist der Tod verschwunden, um dem erleuchtenden Engel, den ihr kennt, Platz zu schaffen. Der Engel des Wiedersehens und der Einheit! Jetzt, da ihr die euch übertragene Aufgabe des Schöpfers gut erfüllt habt, habt ihr Seine Gerechtigkeit nicht zu fürchten. Denn Er ist der Vater und vergibt immer Seinen verirrten Kindern, die nach Barmherzigkeit rufen. Geht also weiter. Rückt vorwärts, ohne nachzulassen. Euer Grundsatz soll der des Fortschrittes sein, des ständigen Fortschrittes in allen Bereichen. Bis ihr endlich zu dem glücklichen Moment kommt, wo alle, die euch vorausgegangen sind, auf euch warten.
(Louis, Bordeaux, 1861)
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