„Das wahre Unglück“

Liebe Freunde, in unserem heutigen Treffen sprechen wir über das Thema aus dem Evangelium im Lichte des Spiritismus „Das wahre Unglück“. Wir freuen uns auf Euch! 😍 💓

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DAS WAHRE UNGLÜCK
24. Jeder spricht von Unglück, jeder hat es schon einmal gefühlt und glaubt, seinen vielfältigen Charakter zu kennen. Ich möchte euch sagen, dass sich fast alle irren und dass das wahre Unglück keineswegs das ist, was die Menschen, also die Unglücklichen, vermuten. Sie sehen es in der Armut, in dem Herd ohne Feuer, in dem drohenden Gläubiger, in der leeren Wiege, in der einst der Engel lächelte, in den Tränen, in dem Sarg, den man mit unbedecktem Haupt und gebrochenem Herzen begleitet, in der Furcht vor Verrat, in der Not des Stolzes, der sich in Purpur einkleiden möchte und seine Blöße unter den Lumpen der Eitelkeit kaum verbergen kann. Dies alles und noch vielmehr nennt man in der menschlichen Sprache Unglück. Ja, das ist Unglück für diejenigen, die nur die Gegenwart sehen; das wahre Unglück ist jedoch vielmehr in den Folgen einer Sache als in der Sache selbst zu suchen. Sagt mir, ob ein Ereignis, das zwar für den Augenblick als glücklich angesehen wird, das jedoch unheilvolle Auswirkungen hat, in Wirklichkeit nicht viel unglücklicher ist als jenes, das zunächst heftigen Ärger verursacht und schließlich Gutes hervorbringt.
Sagt mir, ob ein Sturm, der eure Bäume entwurzelt, jedoch die Luft reinigt, indem er schädliche Stoffe auflöst, die tödlich gewesen wären, nicht vielmehr Glück als Unglück ist.
Um irgendetwas zu beurteilen, müssen wir dessen Konsequenzen bedenken. Um einzuschätzen, was für den Menschen wahrhaftiges Glück oder Unglück ist, müssen wir uns in das Jenseits dieses Lebens begeben. Denn genau dort sind diese Konsequenzen spürbar. So hört all das, was man in seiner beengten Sichtweise Unglück nennt, mit dem körperlichen Leben auf und findet seinen Ausgleich in dem zukünftigen Leben.
Ich werde euch das Unglück in einer neuen Weise offenbaren, in einer schönen und angenehmen Weise, die ihr annehmt und euch mit der ganzen Kraft eurer getäuschten Seelen wünscht. Das Unglück sind die falsche Freude, das Vergnügen, der Tumult, die unnütze Aufregung und die törichte Befriedigung der Eitelkeit, die das Gewissen zum Schweigen bringen, die Gedankentätigkeit unterdrücken und den Menschen von seiner Zukunft ablenken. Das Opium des Vergessens, das ihr euch so sehnlichst herbeiwünscht, das ist das Unglück.
Wartet ab, ihr, die ihr weint! Zittert, ihr, die ihr lacht, weil eure Körper zufrieden sind! Gott betrügt man nicht; dem Schicksal entrinnt man nicht; und die Prüfungen, diese Gläubiger, die noch unerbittlicher sind als eine vom Elend aufgepeitschte Menge, lauern euerer trügerisch Ruhe auf, um euch urplötzlich in den Todeskampf des wahren Unglücks zu stürzen, das die von Gleichgültigkeit und Egoismus geschwächte Seele überrascht.
Möge euch der Spiritismus Erleuchtung bringen und Wahrheit und Irrtum, die durch eure Blindheit so befremdend entstellt sind, in das rechte Licht rücken! Dann werdet ihr wie tapfere Kämpfer handeln, die eben nicht vor der Gefahr fliehen, sondern waghalsige Kämpfe dem Frieden vorziehen, der ihnen weder Ruhm noch Fortschritt bringen kann! Welche Bedeutung hat es für einen Kämpfer, seine Waffen, sein Gepäck und seine Uniform zu verlieren, wenn er sieg‐ und ruhmreich aus dem Kampf hervorgeht? Was bedeutet es demjenigen, der den Glauben an die Zukunft hat, auf dem Schlachtfeld des Lebens sein Vermögen und seine körperliche Hülle zu lassen, wenn seine Seele strahlend das himmlische Reich betritt?
(Delphine de Girardin, Paris, 1861)

Wiedergeburt – Reinkarnation

„Aber, wenn der Mensch einmal gestorben ist, wenn sein von seinem Geiste getrennter Körper aufgezehrt ist, was wird aus ihm werden? (…)
Einmal gestorben, könnte der Mensch wieder lebendig werden? In diesem Kampf, in dem ich mich alle Tage meines Lebens befinde, erwarte ich, dass meine Veränderung kommt.“ (Hiob, XIV, 10, 14)
„Wenn der Mensch stirbt, verliert er all seine Kraft, er verscheidet. Wo ist er danach? (…) Wenn der Mensch stirbt, wird er wieder leben? Werde ich alleTage meines Kampfes warten, bis zu dem Tag, an dem mir irgendeine Veränderung kommen wird?“ (Hiob, XIV, 10, 14)
„Wenn der Mensch tot ist, lebt er immer; wenn die Tage meiner irdischen Existenz zu Ende gehen, werde ich warten, denn zu ihr werde ich zurückkehren.“ (Hiob, XIV, 10, 14)

Aus dem alten Testament

Nächstenliebe & Demut

Kann man denn Nächstenliebe ohne Demut ausüben? O nein! Denn dieses Gefühl macht alle Menschen gleich. Es zeigt ihnen, dass sie alle Geschwister sind, dass sie sich einander helfen sollen und es führt sie zum Guten.

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Allan Kardec / Lacordaire

Was ist Glück?

Wie viel Kummer erspart sich dagegen derjenige, der sich mit dem zufrieden gibt, was er hat, der ohne Neid auf das blickt, was er nicht hat und der nicht versucht mehr darzustellen, als tatsächlich vorhanden ist.
Dieser ist immer reich, denn wenn er seinen Blick nicht nach oben, sondern nach unten richtet, wird er immer Menschen sehen, die noch weniger haben. Er ist ruhig, denn er schafft sich keine trügerischen Bedürfnisse. Und diese Ruhe, inmitten der Lebensstürme, ist das nicht Glück?

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – ALLAN Kardec / FÉNELON

Frohes Fest!

Wegen der Weihnachtsferien fallen die Sitzungen am 25. und 26.12.2018 aus.
Am 1. Januar starten wir das Jahr 2019 mit der Sitzung in Portugiesisch um 19 Uhr. Wir freuen uns auf Euch.
Alles Gute und Liebe für das neue Jahr.
Und viel Spaß beim Video (s. Link unten) schauen.
Euer GEEAK e.V.

Über den Erfolg des Beten

Über den Erfolg des Beten

 
Einer machte sich auf den Weg zu einem Weisen in der Wüste und bat ihn: „Du bist doch ein Meister in Gebet und Meditation. Lehre mich so zu beten, dass mein Gebet Erfolg hat.“
 
Der Weise sprach zu ihm: „Siehst du den schmutzigen Drahtkorb dort liegen?“ „Ja“, sagte der Mann. „Dann nimm ihn und hol damit Wasser!“
 
Der Mann nahm den Drahtkorb, ging einige hundert Meter zum Brunnen, schöpfte mit dem Drahtkorb Wasser und machte sich auf den Rückweg zum Weisen. Doch bis er bei ihm angekommen war, war alles Wasser längst heraus gelaufen.
 
Der Weiser sprach zu ihm: „Geh und hol Wasser!“
 
Und er machte sich zum zweiten mal auf den Weg, doch der Erfolg war derselbe. Zum dritten mal kam der Mann mit leerem Korb zurück. Da wurde er ungeduldig und sagte zu dem Weisen: „Was soll das? Du siehst doch selbst, mit dem Drahtkorb kann man kein Wasser holen. Es läuft alles wieder heraus!“
 
Da sprach der Weise: „Genauso ist es mit dem Gebet. Du hast zwar kein Wasser zu mir gebraucht, aber der Drahtkorb, der am Anfang schmutzig war, ist jetzt sauber. Wenn du beim Beten auch die Erfahrung machst, dass es keinen sichtbaren Erfolg hat, so hat dich doch das Beten gereinigt.“
 

Das Beten verändert nicht die Situation, aber den Betenden.

(Fundort unbekannt)

Gebet des Hl. Franz von Assisi

Gebet des Hl. Franz von Assisi

Herr,
Mache mich zum Werkzeug Deines Friedens:
Dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst,
dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt,
dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist,
dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält,
dass ich die Wahrheit bringe, wo Irrtum herrscht,
dass ich Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht,
dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist,
dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet.
O Meister,
hilf mir, dass ich nicht danach verlange, getröstet zu werden, sondern zu trösten,
verstanden zu werden, sondern zu verstehen,
geliebt zu werden, sondern zu lieben.
Denn, wer gibt, der empfängt,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren.
Amen.